Geschichte

Gründung bis zum Zweiten Weltkrieg

Die Geschichte der Goldbuch Georg Brückner GmbH beginnt mit der Produktion von Toilettenpapier und Haushaltspapier. Am 14. Januar 1907 gründete Georg Brückner zusammen mit seiner Frau Anna das Papierverarbeitungswerk. Trotz des bevorstehenden Kriegsausbruchs sind die beiden optimistisch und erwerben das Grundstück einer ehemaligen Gussstahlfabrik in der Hallstadter Straße 50.

Nach dem Zweiten Weltkrieg steht der erste Generationswechsel im „Papierverarbeitungswerk Georg Brückner“ an: Nach dem Tod des Gründers Georg Brückner und dessen Frau Anna übernehmen die Söhne Anton, Rudolf und Richard im Jahr 1945 gemeinsam das Geschäft. Ein Jahr später erhält die Firma die Produktionslizenz.

Die ersten Fotoalben entstehen unter den speziellen Bedingungen der Nachkriegszeit – Anton Brückner und seine Frau stellen sie aus Resten von Verdunklungspapier her. Die Alben kommen so gut an, dass sie zur Frankfurter Herbstmesse 1949 unter zahlreichen Produkten an erster Stelle genannt werden. Schultüten und Karnevalsartikel bleiben jedoch nach wie vor wichtige Umsatzträger im Sortiment.

Gründer Georg Brückner und seine Frau Anna
Gründer Georg Brückner und seine Frau Anna
Fabrikansicht um 1914
Fabrikansicht um 1914

Wirtschaftswunderland

Die ersten Auswirkungen des Wirtschaftswunders sind zu spüren und die hochwertigen Fotoalben finden immer mehr Zuspruch. Die frühen Sechziger Jahre werden auch das „Plastikzeitalter“ bezeichnet. Durch neue Verfahren ist es möglich, Kunststoffe preisgünstig in großer Menge herzustellen. So kann sich auch die Firma Brückner dem Plastiktrend nicht entziehen. Um Kunststofferzeugnisse wie Etuis, Ausweishüllen, Alben oder Federmäppchen herzustellen, schafft das Unternehmen drei Hochfrequenz-Schweißmaschinen an, bedruckt werden die Artikel in einer eigenen Siebdruckerei.

Bis etwa 1970 diente das Kürzel „gb“ als Emblem für die Firma. Nun beginnt die Geschäftsführung, sich nach einem griffigeren Markennamen umzusehen. Das Fotoalben-Programm „Goldbuch“ enthält die altbekannten Initialen G und B und soll künftig für das gesamte Unternehmen stehen. Seit 1993 heißt das Unternehmen offiziell Goldbuch Georg Brückner GmbH.

In den Siebzigern stellt das „Georg Brückner Papierverarbeitungswerk“ die Produktion von Karnevalsartikeln ein. Es bleibt nur die Kegelform der Papphüte, die jetzt als Grundlage für das erweiterte Schultütenprogramm dient. Noch heute wird jede Tüte in Handarbeit gefertigt.

Frankfurter Messe 1957
Frankfurter Messe 1957
Die ganze Welt der Papeterie
Die ganze Welt der Papeterie
Austellung und Verkauf
Austellung und Verkauf

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands

Im Jahr der Wiedervereinigung steht wieder ein Generationenwechsel bei der Firma Georg Brückner an. Mit Richard Brückner verstirbt 1991 der letzte der drei Brüder, die das Unternehmen übernommen hatten, und Robert Brückner übernimmt als Geschäftsführer die alleinige Leitung. Die bisherige Warenbezeichnung „Goldbuch“ erscheint offiziell im neuen Firmennamen „Goldbuch Georg Brückner GmbH“.

Bester Kundenservice:
Unser Ziel ist es, optimale Arbeitsabläufe mit individuellen Kundenwünschen zu
vereinbaren“

Optimaler Produktionsprozess: 
Ein abgestimmter Workflow veredelt durch qualifizierte Handarbeit“

Abgestimmtes Sortiment:
Ein Sortiment mit zeitlosen Erfolgsprodukten, aktuelle Lizenzserien und anspruchsvollen Designs“

Mit dieser Vision treibt Robert Brückner das Unternehmen in den folgenden Jahren immer weiter nach vorne. So sind die Neunziger Jahre weiterhin vom Aufstieg geprägt und Goldbuch behauptet sich erfolgreich am Markt. Neben der Erweiterung der Produktion richtet Brückner 1994 ein modernes Hochregallager ein, das die Lagerkapazität erheblich vergrößert. 1997 folgt ein weiteres, zweigeschossiges Lagergebäude.

Firmengebäude aus der Vogelperspektive
Firmengebäude aus der Vogelperspektive
Frontalansicht aus dem Jahr 2007
Frontalansicht aus dem Jahr 2007

Goldbuch in der heutigen Zeit

Auch im 21. Jahrhundert entwickelt sich der Umsatz weiter positiv. Die Geschäftsleitung erweitert die Lagerkapazitäten um 1.200 Quadratmeter und investiert außerdem in zusätzliche Maschinen für die Produktion.

Die Einführung eines neuen Logos mit einer dazugehörigen Shop-in-Shop Lösung für den Fachhandel und neugestaltete Messeauftritte sind die ersten Meilensteine. Das Unternehmen soll auch weiterhin in Familienhand bleiben und den Namen "Goldbuch Georg Brückner" als Garant für ein modernes und hochwertiges Produkt tragen.

Moderne Produktionsstätten
Moderne Produktionsstätten
Hochregallager
Hochregallager