Bullet Journal – mit dem Notizbuch stressfrei durch das Alltagschaos

Zahlreich verstreute Notizzettel, Post-its die an den unmöglichsten Stellen heften, chaotische Timer und Terminzettel die grundsätzlich nicht mehr auffindbar sind – kennt ihr das auch?    Ich auf jeden Fall! Doch dem Ganzen habe ich nun endlich ein Ende gesetzt. Vor ein paar Wochen bin ich im Internet über das “Bullet Journaling“ gestolpert. Der Designer Ryder Carroll hat ein geniales System entwickelt. Das “Bullet Journal“ plant auf ganz einfache Art und Weise dein Leben und bringt Ordnung in deine kreative Gedankenwelt. So simpel, dass du nur ein Notizbuch, Stifte und ein Lineal benötigst. Und das Alles ohne Smartphone, Tablet, Apps und Cloud, einfach oldschool. Klingt ja erst einmal relativ einfach…

 

Also schnappte ich mir aus meiner Goldbuch Lieblingsnotizbuchreihe “Linum“ ein Exemplar. Linum ist aus Leinen gefertigt und noch ein echtes “made in Germany“-Produkt. Es begeistert mich durch seine Schlichtheit, denn egal ob grau, schwarz, brombeere oder eine der anderen Farben – hier wird sicher jeder fündig. Auch aufgrund der Fadenheftung sowie der umfangreichen 200 Seiten, finde ich die blanko Linum Notizbücher fürs Bullet Journaling sehr gut geeignet. Schließlich sollte meinem kreativen Chaos auch genug Platz geboten werden. Ein weiterer Eyecatcher ist der farblich abgesetzte Gummi, der das Buch zusammenhält.       Kurzum: Das perfekte Notizbuch für mich und mein neues Bullet Journal.

 

Am Anfang hat es natürlich etwas gedauert sich mit dem genial einfachem Plansystem anzufreunden, aber der Aufwand hat sich gelohnt! Nachdem mir klar wurde, dass man überhaupt nichts falsch machen kann, habe ich mich hemmungslos an meinem Linum Notizbuch ausgetobt. Das Konzept lässt sich ganz einfach auf seine eigenen Bedürfnisse zuschneiden und man kann jeden Tag perfekt durchplanen. Wollt ihr es lieber praktisch und minimalistisch, oder lieber aufwendig und kreativ? Alles kein Problem, schnappt euch einfach ein blanko Notizbuch aus dem großen Goldbuch-Sortiment und fangt an.

 

Bullet Journal – so geht’s:

Gleich auf der ersten Seite findet der Index, also euer Inhaltsverzeichnis, seinen Platz. Er zieht sich als roter Faden durch das komplette Journal. Aber nicht erschrecken, am Anfang ist es hier ziemlich leer, doch mit der Zeit füllt sich das Blatt fast wie von selbst. Ganz easy ist der Aufbau des Index, hier schreibt ihr einfach Seitenzahl und dazugehörigen Inhalt auf. Somit erleichtert ihr euch die Suche nach einem bestimmten Thema.

 

 

Blättert gleich mal weiter auf die nächste Doppelseite und startet mit der Jahresübersicht, dem sogenannten Future Log. Bei der Aufteilung habt ihr, wie bei Allem in eurem Journal, völlig freie Hand. Ich habe mich für die drei Monats Variante entschieden, sie hilft mir einen besseren Überblick zu behalten und lässt mir mehr Platz zum kreativen austoben. Natürlich ist auch auf einer Seite Platz für eine komplette Jahresübersicht, probiert einfach aus wie es euch besser gefällt.

 

Auf eurem Future Log folgt normalerweise die Monatsübersicht. Wie ihr sehen könnt, habe ich in meinem Journal noch 2 Seiten dazwischen gepackt, eine Schnellübersicht über die geplanten Trips im aktuellen Jahr, sowie eine Reise-Packliste, die für mich persönlich sehr vorteilhaft ist. Sonst kann es schon mal passieren, dass die Zahnbürste den Weg nicht mit in den Koffer findet.

 

 

 

 

 

Für die Monatsübersicht benötigt ihr eine Doppelseite. Teilt den Platz großzügig ein, damit ausreichend Notizen, Pläne und Termine vermerkt werden können. Auch hier gilt: Die Monatsübersicht wird sich im Laufe der vier Wochen nach und nach füllen.

 

 

 

 

Und schon geht’s weiter auf der nächsten freien Doppelseite. Beginnt hier mit der Wochen- bzw. Tagesübersicht, je nachdem wieviel Details euch wichtig sind. Ich persönlich mag es auf einem Blick eine komplette Woche zu überschauen. Ihr wollt es genauer? Dann probiert doch einfach die Tagesübersicht aus, schließlich habt ihr immer wieder die Möglichkeit zu variieren, je nach Lust und Laune.

 

 

Wie ihr sehen könnt, ist das “Bullet Journal“-System eigentlich ganz easy. Durch ankreuzen der einzelnen Aufgaben, bzw. verschieben in andere Wochen, gelingt auch die individuelle Wochenplanung und lässt euch keinen Termin mehr vergessen. Auch die vielen leeren Seiten, werden schnell gefüllt sein. Denn ich persönlich brauche neben meiner Wochenübersicht immer wieder Platz für mein kreatives Chaos. Alles was mir so in den Sinn kommt, findet hier seinen Platz. So wurde mein Journal zu meinem Alltagsbegleiter und ist für mich heute Terminplaner und Tagebuch in Einem.

Fangt an und findet selbst heraus wie einfach eine individuelle Terminplanung funktionieren kann, außerdem flexibel an eure Bedürfnisse ausgerichtet ist und dabei noch riesen Spaß macht. Eurer Kreativität und Gestaltungsfreiheit sind hier keinerlei Grenzen gesetzt!

Viel Spaß!

 

 

 

 

Meine Materialempfehlung für den Anfang:

  • Linum Notizbuch A5 grau, blanko, 200 Seiten, EAN 4009835649190 (auch erhältlich in blau, türkis, hellgrün, rot, beige, brombeere, schwarz)
  • verschiedene Fineliner, Brush Pens, Pastell Marker z.B. von Tombow, Faber Castell, Stabilo …
  • gut radierbarer Bleistift
  • Radiergummi
  • Lineal